Märkte & Konjunktur

Inflation im Alltag: Welche Branchen Preise weitergeben können

Ein Blick auf Margen, Preismacht und Kundenbindung – und warum manche Unternehmen besser durch Teuerungsphasen kommen.

14.10.2026

1 Min. Lesezeit

Einkaufswagen in einem Supermarktgang

Wenn Kosten steigen, stehen Unternehmen vor einer heiklen Frage: Preise erhöhen und Kunden verlieren – oder Kosten schlucken und die Marge opfern? Wie gut das gelingt, hängt stark von der Branche und vom eigenen Geschäftsmodell ab.

Was Preismacht ausmacht

Preismacht hat, wer schwer ersetzbar ist. Spezialisierte Zulieferer, Marken mit treuen Kunden oder Anbieter mit hohen Wechselkosten können Preiserhöhungen eher durchsetzen als Händler austauschbarer Produkte, bei denen Kunden mit einem Klick vergleichen.

Transparente Kommunikation

Kunden akzeptieren Preiserhöhungen eher, wenn sie nachvollziehbar sind. Wer offen erklärt, welche Kosten gestiegen sind, und Erhöhungen rechtzeitig ankündigt, schützt das Vertrauen. Abrupte oder versteckte Preiserhöhungen schädigen dagegen die Beziehung.

Alternativen zur Preiserhöhung

Nicht immer muss der Preis steigen. Unternehmen können Leistungspakete neu schnüren, Mindestmengen einführen, Zahlungsziele anpassen oder Prozesse effizienter machen. Oft ergibt erst die Kombination mehrerer Maßnahmen eine tragfähige Lösung.

Fazit

Teuerungsphasen trennen robuste von verletzlichen Geschäftsmodellen. Wer seine Kostenstruktur kennt und den Wert seiner Leistung gut erklären kann, kommt in der Regel besser hindurch.