In vielen deutschen Familienunternehmen steht in den kommenden Jahren der Generationswechsel an. Die Übergabe ist emotional, rechtlich und steuerlich anspruchsvoll – und sie dauert länger, als die meisten Inhaber erwarten.
Früh beginnen
Experten empfehlen, die Nachfolge mehrere Jahre im Voraus zu planen. Diese Zeit braucht es, um einen Nachfolger aufzubauen, Verantwortung schrittweise zu übertragen und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen. Wer erst bei gesundheitlichen Problemen oder im Rentenalter beginnt, verliert Handlungsspielraum.
Die richtige Person finden
Nicht jedes Kind will oder kann das Unternehmen übernehmen. Eine offene Frage nach Motivation und Eignung erspart spätere Konflikte. Alternativen sind ein externes Management, eine Übernahme durch Mitarbeitende oder der Verkauf an einen strategischen Investor.
Rollen klar trennen
Ein häufiger Stolperstein: Der Senior bleibt nach der Übergabe im Betrieb präsent und trifft weiterhin Entscheidungen. Klare Vereinbarungen darüber, wer wofür zuständig ist, schützen die Autorität der neuen Generation – etwa durch einen Wechsel des Seniors in einen Beirat.
Beratung nutzen
Steuerberater, Rechtsanwälte und die Industrie- und Handelskammern unterstützen bei Verträgen, Bewertung und Finanzierung. Auch ein neutraler Moderator kann helfen, wenn mehrere Familienmitglieder beteiligt sind.
